Ronnefeldt Schwarztee Verabeitung

So entsteht Schwarzer Tee
Es beginnt bei der Teeernte: Nur zwei Blätter und die Blattknospe werden mit der Hand gepflückt und dann auch gleich auf der Teeplantage verarbeitet – der erste Schritt zu hoher Qualität, wie Ronnefeldt sie fordert.

Der Tee braucht fünf Arbeitsgänge:

Welken
Den Teeblättern wird während der nächsten 12 bis 18 Stunden die Feuchtigkeit entzogen. Ein erfahrender Welkmeister überwacht den Prozess. Immer wieder lässt er seine Hand durch die Blätter leiten. Er riecht, fühlt und sieht, wie weit der Tee ist, wann der seine 40 bis 60 Prozent Feuchtigkeit verloren hat und die Blätter für den nächsten Arbeitsvorgang bereit sind.

Rollen
Dabei brechen die Zellen der Blätter auf, der Zellsaft tritt aus und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft – die Fermentation beginnt. Gerollt wird in mehreren Phasen, bis alle Blätter aufgebrochen sind.

Fermentation
Im Fermentationsraum oxidieren die Blätter 2 bis 3 Stunden weiter. Die Blätter färben sich kupferrot, und es bildet sich das charakteristische Teearoma. Mit Fingerspitzengefühl und ständiger Temperaturkontrolle erkennt der Fermentationsmeister, wann die Trocknung eingeleitet werden muss. Je kürzer die Fermentationszeit ist, desto frischer ist der Geschmack und die Teefarbe wird recht hell. Längere Fermentation führt zu kräftigeren und dunkleren Tees.

Trocknen
Dabei läuft der Tee über ein ausgetüfteltes Bandsystem. Die Feuchtigkeit verdunstet, und der oxidierte Zellsaft mit allen wertvollen Inhaltsstoffen wie Koffein, Tanninen und ätherischen Ölen trocknet am Blatt. So bekommt der Tee auch seine dunkle Farbe.

Sortieren
In Rüttelschieben werden die verschiedenen Blattgrade sortiert. Es entstehen dabei die orthodoxen Tees: hochwertige Blatttees, Brokentees, Fannings und auch Dust, den Ronnefeldt allerdings nicht verarbeitet. Es sind jetzt insgesamt etwa 20 bis 24 Stunden vergangen: der Schwarze Tee ist fertig.