Ronnefeldt Schwarzer Tee

Ein Schwarzer Tee liebt die klimatische Veränderung, das weiß man.
Aber man weiß nicht genau, wie der Schwarze Tee entstand! Überliefert ist nur, dass die Geschichte des Tees vor etwa 5.000 Jahren in China begann und der ursprüngliche Tee grün war. Da aber die Chinesen ständig auf der Suche nach Verfeinerung und neuen Geschmacksrichtungen waren, wird vermutet, dass sie auch eines Tages auf die Idee kamen, die grünen Blätter zu fermentieren. Das Prinzip als solches kannten sie, und so entstand Schwarzer Tee. Allerdings blieb er in China unbedeutend und wurde wieder vergessen.

Erst Indien entdeckte die Herstellungsmethode mit der Fermentation wieder und pflegt sie bis heute. Mit dem Tee ist es wie mit dem Wein: Die Art der Herstellung, die Erntezeit und die Blattform geben dem Tee seinen Geschmack; Boden und Klima prägen seinen Charakter. Erlesene Tees entstehen da, wo besondere klimatische Bedingungen, hoch entwickelte Anbaumethoden und verantwortungsvolles Handeln zusammenkommen. Es gibt nur wenige Länder auf der Erde, die diese Kriterien erfüllen: Indien mit Assam und Darjeeling, Sri Lanka, China und Taiwan, Japan und Kenia.

Berühmte Teekulturen: Indien.
Indien hat viele Teeanbaugebiete – Darjeeling ist eines der bedeutendsten. Es ist ein Luftkurort im Norden Indiens und gleichzeitig die Region mit den kostbarsten Tees. Die Teegärten kleben förmlich an den Hängen des Himalaja – bis über 2.000 Meter Höhe. Hier herrscht das ideale Klima für Spitzentees. Durch den ständigen Wechsel von trockener und feuchter Luft, von Kühle und intensiver Sonnenstrahlung, von aufsteigendem Nebel und Monsunregen bilden sich das große Aroma und die blumige Eleganz der Dajeelings aus. Kenner schätzen besonders die milden, zarten blumigen Firt Flushs aus den allerersten Pflückungen.

Die Second Flushs kommen hoch aromatisch daher, die Autumnals im Herbst mit etwas größerem Blatt sind auch von überdurchschnittlicher Qualität. Im äußersten Nordosten Indiens, vom gewaltigen Brahmaputra durchschnitten, liegt der Bundesstaat Assam. Zu beiden Seiten des Flusses gibt es Teeplantagen, sie bilden in 300 bis 800 Meter Höhe das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Im feuchtheißen, tropischen Klima erntet man einen kräftigen, malzigen Tee. Die besten Assam-Qualitäten werden als First Flush Ende April bis Anfang Mai oder als Second Flush von Mitte Mai bis Ende Juni geerntet. Assam schmeckt Teefreuden, die eine kräftige, rassige Tasse bevorzugen und sie auch mit Kandis und Sahne genießen.

Ceylon (Sri Lanka)
Der Inselstaat im Indischen Ozean heißt schon seit 1972 Sri Lanka, aber der Tee immer noch „Ceylon“. Die Spitzentees wachsen im Hochland in 1.000 bis 2.000 Meter Höhe. Zwischen Juni und September, wenn es im Westen der Insel regnet, erntet man im Osten, im Uva –Distrikt, die besten Qualitäten. Umgekehrt pflückt man die besten Dimbula-Ceylons zwischen Januar und März, wenn der Monsun den Osten mit Regen eindeckt. In Nuwara-Eliya werden das ganze Jahr über sehr gute Qualitäten geerntet, denn der Monsun spielt hier keine Rolle. Ceylon-Tees haben ein etwas „stählernes“ Aroma, das bis zu leicht zitrusartig reicht. Die Tees sind nicht schwer und haben eine wunderbare rötliche Farbe.

Taiwan (Formosa)
Taiwan ist besonders durch eine Teespezialität berühmt geworden, den Oolong. Ein Oolong ist ein halb fermentierter Tee, dessen Herstellungsweise die Chinesen ursprünglich aus der Provinz Fujian nach Formosa mitgebracht hatten.

China
China steht für Vielfalt. Und so stellt man hier nicht nur Grünen, sondern auch Schwarzen Tee her. Er wächst in vielen Provinzen, die Klimaverhältnisse sind dementsprechend unterschiedlich – von tropisch bis gemäßigt. Mit den wiederauflebenden alten Teetraditionen wird er jetzt auch oft in privat geführten Teegärten gepflegt. Entdecken Sie die Vielfalt chinesischer Schwarztees, die von milder Süße bis zu rauchig und kräftig reicht.

Japan
In Japan werden nur Grüne Tees hergestellt, die meist im Land getrunken werden. Nur etwa ein Prozent kommt in den Export. Der Tee wird von Kleinbauern in ihren Gärten hergestellt und als halb fertiges Produkt an Handelshäuser verkauft, die den Tee fertig verarbeitet in den Handel bringen. Eine japanische Besonderheit ist, dass manche Tees unter sonnenabweisenden Netzen als Halbschattentees aufwachsen.

Kenia
Es gibt nur einige wenige orthodox hergestellte Tees in Kenia, die dem Anspruch von Ronnefeldt genügen. Was orthodox bedeutet, erfahren Sie gleich.